Sonntag, 13. April 2014

Heilsames auf dem Boden schlafen!

Heilsame Wirkung! 
Auf hartem Boden schlafen


Zunächst das Wichtigste. Ich bin weder Arzt, Apotheker, Heilpraktiker, Wisschaftler etc..
Wenn ICH im Zusammenhang mit „Auf hartem Boden schlafen“ von Heilung bzw. heilsame Wirkung spreche, dann ist das mein persönliches Empfinden oder es stellt meine persönliche Erfahrung dar. Das kann schlussendlich Einbildung oder Tatsache sein. Egal was es ist. Man kann nicht automatisch davon ausgehen, dass das dann auch auf andere Personen übertragbar ist. Jede Nachahmung geschieht also auf eigene Gefahr.  Für Verletzungen, körperliche und oder geistige Schäden sowie sonstige Beeinträchtigungen kann keine Haftung übernommen werden. 

Außerdem übernehme ich für meine Erklärungen keine Haftung, da ich mit meinen Erklärungen nur meine Sichtweise deutlich machen will. Das bedeutet aber nicht, dass die Erklärung richtig ist oder einen medizinischen Wert hat, da ich, wie gesagt, kein Mediziner bin.

Der Beginn

Eines Sonntags ist mir beim Sonnen auf einem harten Untergrund folgendes durch den Kopf geschossen. 

Beim Sonnen liegt man ja eher nur auf dem Rücken oder Bauch und sonnt sich. Und wenn man nicht gerade in einer Liege liegt, geschieht dies auf einem harten Untergrund. Wiese, Holz oder Steinplatten etc.

Irgendwie ging mir, warum auch immer, folgender Gedanke nicht mehr aus dem Kopf. Nämlich, dass ich eine zeitlang regelmässig in Behandlung eines Physios war, der meinen Beckenschiefstand erkannt und einigermassen behoben hat. Aber was war die eigentliche Methodik? Im Grunde wurde immer Druck auf verschiedene Stellen ausgeübt, um verschiedene Dinge in Bewegung zu setzen. 

Auch das Sonnen, wo ich waagerecht auf einem harten Untergrund lag, hat mir wieder gut getan.

Und da kam ich zur folgenden Erkenntnis. Nämlich:
Der Körper an sich, hat ja ein Eigengewicht. Und wenn man durch das Eigengewicht nicht nur ruhig liegen bleibt, sondern sich auch noch dreht und wendet, dann ist das grundsätzlich eine Ganzkörpermassage ohne Fremdeinwirkung. Also sollte es doch grundsätzlich besser sein, auf einem harten Boden zu schlafen, als auf einer Matratze, die ja jede Bewegung abfedert. 

Mein Waterloo

Also habe ich mich dazu entschlossen, meine Schlafecke freizuräumen, um mir meinen Neandertaler-Schlafplatz einzurichten.

Motiviert habe ich mich dann schlafen gelegt und erlebte dann mein absolutes Waterloo.
Leute, wenn ich an die erste Nacht denke, dann kann ich selber nur mit dem Kopf schütteln, was das für eine dämliche Idee war. Schlafen???? Davon konnte keine Rede sein. Maximal 1 Minute am Stück war möglich, aber ansonsten war an Schlaf nicht zu denken. Überhaupt denken. Alles nicht möglich. Es ging nur ums überleben. Am nächsten Morgen hatte ich das Gefühl, als wenn ich von einem Güterzug mit 1.000 Anhängern überrolt worden bin. Mir tat alles so weh und ich war so müde.. Außerdem bekam ich Kopfschmerzen, die 3 Tage anhielten und erst dann abgeklungen sind.

Die zweite Nacht war ähnlich, nur die Schmerzen waren noch schlimmer, da alleine beim Hinlegen schon alles weh tat. Nur der Schlaf war länger. Denn aus 1 Minute Schlaf am Stück sind dann 2-3 Minuten geworden...   
Aber in oder ab der dritten oder vierten Nacht wurde es aber besser,.. zum Glück!
Was aber in der zweiten Nacht, trotz der Schmerzen, beachtlich war, war ein gelegentliches Knochenknacken von Kopf bis Fuß, wenn ich mich mal aufgerichtet oder gedreht hatte.
Und das sollte sich immer so weiter fort führen 

Bessere Tiefschlafphasen 

So etwa ab der vierten Nacht, wurden die Schlafphasen immer länger. Teilweise bis zu 20 Minuten am Stück. Was mir aber dabei auffiel war, dass diese Schlafphasen sehr tief waren.

Nach ca. 10 Tagen war ich irgendwann so weit, dass ich bis zu 10 Stunden am Stück geschlafen habe. Zwar immer wieder mal kurz wach werden, um sich zu drehen und wenden und so, aber ich bin immer wieder sofort tief und fest eingeschlafen, sodass es Tage gab, wo ich mich echt aus dem Bett quälen musste, wenn nicht gerade Wochenende war. 

Auch ist das Empfinden, auf dem harten Boden zu liegen, kein Vergleich mehr zu dem Empfinden, was ich zu Beginn hatte. 


Kopfschmerzen und weitere Erkenntnisse

1. Kopfschmerzen
Bei meinen ersten Behandlungen beim Physio hatte ich ebenfalls Kopfschmerzen und Schwindelgefühle.
Ich denke, dass durch das ständige hin und her rollen in den ersten Nächten, hervorgerufen durch die Schmerzen beim liegen, mein Körper quasi eine ganze Nacht sehr intensiv massiert und durchgewalkt worden ist. Und dadurch wurde wohl auch eine gewisse stärkere Durchblutung im Körper angeregt und hat die Kopfschmerzen verursacht, die anschliessend nie mehr aufgetaucht sind.

2. Körpergefühl
Das Liegen auf hartem Boden ist mittlerweile ein Vergnügen. Es ist angenehm und es tut wirklich gut. Es klingt komisch, aber es besteht sogar eine gewisse Vorfreude darauf. Ein regelmäßiges von Kopf bis Fuß durchknacken (was wirklich sehr angenehm ist), fühlt sich immer wieder befreiend an und vermittelt mir ein immer besseres Körpergefühl. Hatte ich sonst immer das Bedürfnis 1x die Woche oder alle 14 Tage in die Erdinger Therme zu fahren, ist dieses Gefühl nicht mehr vorhanden. Ich fühle mich also mit steigender Dauer des -auf dem Boden schlafens-  (ich schlafe aktuell seit 14 Tagen auf dem Boden) immer lockerer und entpannter. 


Unterschätze Wirkung und Fehlinterpretation

Die (Heil)-Kraft des Körpers, also das Eigengewicht wird aus meiner Sicht völlig unterschätzt.

Hebe einfach mal im Stehen den ausgestreckten Arm und halte ihn für 1 Minute. Dann nimm eine Glasflasche Wasser (1Liter) in die Hand und versuche das gleiche 1 Minute mit der Flasche. 
Warum wir quasi schwerelos einen ganzen Arm heben können, aber an der Flasche fast scheitern oder uns zumindest sehr anstrengen müssen sollte zu denken geben, wieviel Kraft (also Massagekraft) auf den Körper wirkt, wenn wir durch den Gegendruck massiert werden. Wir werden quasi vom Boden massisert. 

Das ist das dritte Newtonsche Gesetz erklärt das ganz einfach:
„Kräfte treten immer paarweise auf. Übt ein Körper A auf einen anderen Körper B eine Kraft aus (actio), so wirkt eine gleichgroße, aber entgegen gerichtete Kraft von Körper B auf Körper A (reactio)“


Daher ist es in meinen Augen auch eine falsche Sichtweise, wenn es heisst, die Wirbelsäule müsse waagerecht liegen, man müsse für einen entspannten Schlaf ruhig liegen etc., da wohl jede Bewegung eher nützlich als schädlich ist. Ich kann für mich auf jeden Fall sagen, dass die Entscheidung, das Schlafen auf den harten Boden zu verlegen, für mich die beste Entscheidung war die ich für mich treffen konnte.


Auf die Gesundheit und einen guten Schlaf :)
Euer Peter

Kommentare:

  1. Lustig, ich habe auch erst vor kurzem darüber was geschrieben- schlafe ebenfalls auf dem Boden neuerdings und seitdem geht es mir blendend was Rücken- und Nackenprobleme angeht. Ich würde sagen, es ist für mehr Leute einen Versuch wert, als sich trauen werden dem eine Chance zu geben.

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    1. Wie waren Deine ersten Nächte? Auch so hart,.. im wahrsten Sinne des Wortes?

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    2. Es ging eigentlich, ich hatte mir die Umstellung schlimmer vorgestellt - war eher ungewohnt als wirklich schmerzhaft, nur auf die Seite rollen war anfangs problematisch, da hat mir dann morgens aber die Hüfte weh getan, nicht der Rücken. Alles in allem war ich so nach 5 - 7 Tagen und ein bissl Optimierung vollstens zufrieden und kann mir nichts anderes mehr vorstellen. :)

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  2. So unterschiedlich kann das sein. Wenn ich mehrere Tage auf einem zu harten (Camping/Festivals) oder weichen (Hotelbetten) Untergrund schlafen muss, macht mich mein Rücken fertig. Seit ich meine orthopädische Matratze habe, wache ich morgens komplett entspannt und voller Energie auf.

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  3. Ich ziehe im Urlaub meistens mit einem Handtuch auf den Boden um.... - auch zu Hause brauche ich ab und zu eine Nacht auf dem Badvorleger.... da lieg ich generell jeden Tag mal so ne halbe Stunde wenn gar nix mehr geht. LG

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  4. Was für ein Kissen wird denn benutzt ? Oder ohne ? LG

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  5. Hallo,
    ich bin vermutlich etwas spät hier, hoffe jedoch auf eine Antwort.
    Schlafe jetzt seit ein paar Wochen auf dem Boden (mit ein paar Ausnahmen).
    Ich weiß noch genau, wie ich damals argumentiert habe, dass mir das helfen wird, dass meine Gliedmaßen weniger einschlafen. Naja ... genau das Gegenteil ist der Fall :D

    Also im Bett ist mir öfters mein ganzes Bein eingeschlafen, wenn ich zu lange auf einer Seite lag. Und ich dachte, wenn ich am Boden schlafe, würde ich mich öfters drehen und das dadurch verhindern.

    Nunja, mittlerweile passiert mir das jede Nacht 1-2 mal .... (am Boden)
    Und manchmal schläft mir jetzt sogar der ganze Arm ein.

    Hast du einen Rat?
    LG

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  6. Bei mir ist es immoment genauso wie bei eulengewoelle:
    Ich habe durch meine 50% nordafrikanischen Wurzeln leicht breitere Hüften als Mann, dadurch glaube ich sind, wie eulenGewoelle schon beschrieben hat , diese hüftknochenschmerzen bei mir aufgetreten. Ist nix ernstes also bei druckausübung tut es etwas weh und ich bin sehr optimistisch dass sich dieser Schmerz in Zukunft legen wird (schlafe seit 3 Tagen auf dem Boden) . Ansonsten habe ich keine Beschwerden vorzuweisen nur wie Peter sagte : man wacht ab und zu in der Nacht Auf für 2-3 Sekunden (Aber man schläft sofort wieder ein) . Die einzige Erklärung die ich mir vorstellen könnte warum du so extreme anfangsschwierigkeiten hattest ist dass du es vielleicht überhaupt nicht gewohnt bist ( habe immer mal draußen nur mit isomatte(2cm Schaumstoff) und Schlafsack geschlafen ) sodass mein Körper solche Situationen wenigstens "kennt". Danke für deinen Bericht

    LG Aaron :)

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  7. Kann das oben beschriebene fast ausnahmslos bestätigen.

    Durch Zufall mal auf die Idee gekommen, auf dem Boden zu schlafen. Hintergrund, habe (hatte!) ein hartnäckiges HWS/WS/Lumbagio-Problem, mutmaßlich war daran eine falsche Matratze zumindest beteiligt.

    Anfangs war das "auf dem Boden schlafen" tatsächlich katastrophal, alle 10 Minuten wach, merkwürdigerweise morgens zwar total "gerädert" aber nicht so totmüde, als hätte man nicht geschlafen.

    HWS/WS-Probleme wurden nicht schlechter, irgendwie fühlte sich das auch gut an, insofern einfach mal weiter gemacht.

    Nach nunmehr etwas über 1 Jahr Bodenschlaferahrung fühle ich mich pudelwohl damit, die HWS/WS-Problematik löst(e) sich mehr und mehr auf. Im wahrsten Sinen des Wortes. Da lösen sich Fasern und Bänder, die ich vorher gar nicht kannte.

    Dabei schlafe ich sogar nur auf einer dünnen Baumwolldeckenunterlage. Allerdings dazu 3 Kissen zur maximalen Stützung Nacken/HWS und 2 Seitenlagenkissen (alle 40x80cm). Ebenso habe ich gemerkt, es ist gut, wenn die Beine/Füße/Knie (je nach Position) eine Abstützung haben, z.B. an der Wand oder eine entsprechenden Konstruktion (also wie früher die Kastenbetten). Das entlastet die Hüfte maximalst!

    Die von den Matratzenherstellern "ideale" Schlaposition, wo immer so ein seitliches Bild gezeigt wird wo Becken und Schulter einsinken, die WS dann gerade, halte ich für Humbug. Erstens schläft so kein Mensch, zweitens weil der Halteapparat (Muskeln/Sehnen/Bänder) dennoch weiter stark abstützen und halten muss, sonst würde man die Bandscheiben vertikal zusmamenquetschen, zusammenfallen und ersticken.

    Auf dem Boden liegend entlasten die Muskeln deutlich mehr, weil die harte Unterlage stützt. Wichtig ist, -bei Seitenlage o.ä.- Hohlräume mit Kissen auszugleichen.

    Ein weiterer Vorteil, man kann problemlos mehrere Orte in der Wohnung als Schlafplatz auswählen. Aus welchen Gründen auch immer -Elektrosmog, Lärm, Wasserleitungen etc.- wird man unterschiedliche Schlafqualitäten feststellen können.

    Max
    ###

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  8. Meine Empfehlung ist, wenn du schon eine ganze Weile nur in bequemen Betten verbracht hast: mach langsam. Es gibt keinen Grund für diese ad-hoc-Methoden - und oft sind sie ja sogar kontraproduktiv. Man kann auch mit Polsterungen (Decken, mehrere davon oder nur eine etc. pp, was einem einfällt) anfangend stufenweise downgraden. Das ist wie mit Barfußschuhen: es ist absolut nicht ratsam, von 0 auf 100 zu gehen, es kann sein, daß dein Körper so vehement darauf reagiert, daß danach kein Schlafen auf dem Boden oder kein Gehen in Barfußschuhen für eine lange Zeit mehr möglich ist. Kopfkissen: auch Kopfkissen sind etwas, was man eigentlich nicht braucht (ebensowenig wie Einlagen). Wenn man sich stückweise (immer etwas niedriger betten, zuletzt vllt. mit so etwas wie einem geknüllten TShirt) daran gewöhnen kann, werden die Halsmuskeln ganz bequem im Schlaf gedehnt. Das langsame Gewöhnen an den neuen Zustand ist die Devise, alles andere ist Brutalismus.

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