Mittwoch, 29. August 2012

Hefeextrakt, Bierhefe und Vitamin B 12 Irrtümer

Da es sehr viele Irrtümer und viele Verschwörungstheorien, sowie gezielte Desinformationen bestehen, möchte ich wie folgt ein paar Dinge aufzeigen.

Nur etwas am Rande vorweg. 

Vitamin B₁₂ Mangel ist ein Mangel der vor allem Fleischesser betrifft. Daher ist die Argumentation, dass das eine Vegetarierkrankheit sei mehr als hanebüchen.
Selbstverständlich können auch Vegetarier/Veganer diesen Mangel bekommen, das hat dann aber nichts mit dem Vegan sein zu tun.

Wer sich das Buch Green for Life von der Victoria Boutenko durchliest, der wird aber erahnen können, dass im Prinzip JEDER früher oder später erkranken muss, wenn man dauerhaft seinen Körper mit Kochkost (egal ob vegan oder unvegan) versaut hat.

Um jetzt aber ein paar Irrtümer aufzudecken hier ein paar Infos, wie man natürliches Vitamin B₁₂ einnehmen kann.

1. Bierhefe Panaktiv hier 

Bierhefe enthält von Natur aus Vitamin B₁₂. Nur Mikroorganismen sind in der Lage, dieses Vitamin herzustellen. Somit stammt auch das Vitamin B₁₂ in tierischen und wenigen pflanzlichen Lebensmitteln ausschließlich aus diesen Einzellern. Da viele Menschen tierische Lebensmittel ablehnen, stellt Bierhefe eine wichtige B₁₂-Quelle dar.

In der Fachliteratur und im Internet kursiert die Fehlinformation, dass Bierhefe kein oder kein wirksames Vitamin B₁₂ enthält. Tatsächlich sind diese Literaturquellen veraltet und ein Autor hat vom anderen abgeschrieben. Auch wurden Analysemethoden verwendet, die nicht dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechen. Richtig ist, dass es immer einen gewissen Anteil an sogenannter Analoge von Vitamin B₁₂ gibt, die keine Wirksamkeit besitzen. Diese zu quantifizieren ist aber derzeit mit der etablierten Labor-Diagnostik für Lebensmittel nicht möglich- auch wenn manche Autoren das behaupten.

Analysen dreier unterschiedlicher unabhängiger Lebensmittel-Labore haben erfreulicher Weise hohe Werte für Vitamin B₁₂ in Panaktiv festgestellt. Da es sich um ein Naturprodukt handelt, können die Werte schwanken.

Zitat aus einem Brief von Dr.H Metz an mich, als ich Panaktiv bestellt hatte.

Webseite hier: http://www.drmetz.de/de/produkte/panaktiv/index.php

Schmeckt leider nicht nach Zuckerwasser :DD


2. Hefeextrakt Vitasan hier


Verbraucher-Information: Hefe-Extrakt als Geschmacksverstärker 
Zur Zeit wird das Thema Hefe-Extrakt / Geschmacksverstärker sehr medienwirksam aber nicht wirklich objektiv 
aufbereitet. Aktuelle Pressemeldungen unterstellen, dass jeder Hefeextrakt Geschmacksverstärker enthalte, 
bzw. gehen sogar so weit zu behaupten, Hefeextrakt sei nichts anderes als ein Geschmacksverstärker. 
Bitte erlauben Sie uns, aufklärend dazu Stellung zu nehmen: 
VITAM-R Hefe-Extrakt ist ein wertvoller Lieferant von hochwertigem Eiweiß und B-Vitaminen, die ja vom Körper 
kaum gespeichert werden können und daher regelmäßig mit der Nahrung zugeführt werden müssen. Neben 
Fleisch und Innereien ist Hefeextrakt sogar die effizienteste Quelle für die Versorgung mit B-Vitaminen und somit 
als Nahrungsergänzungsmittel für Vegetarier, Sportler aber auch während der Schwangerschaft und Stillzeit 
ideal. 
Hinzu kommt, dass Menschen, die sich bewusst für eine vegetarische Ernährung entschieden haben, sich aber 
aus ihrer Kindheit noch an den Geschmack von Fleisch erinnern, VITAM-R Hefe-Extrakt auch aus diesem Grund 
als Würzmittel schätzen. Denn durch seinen deftig-herzhaften Geschmack kann er Gerichten eine fleischähnliche 
Note verleihen. 
Die Wirkung eines Geschmacksverstärkers, der lediglich billige Zutaten „schönen“ soll, könnten wir wesentlich 
einfacher und günstiger erzielen, als durch die Zugabe unseres recht hochpreisigen Hefe-Extraktes. Zudem ist 
wissenschaftlich nicht belegt, dass sich aus Glutaminsäure in weiterverarbeiteten Produkten überhaupt 
Natriumglutamat bildet. 
Hierzu finden Sie nachfolgend einige Hintergrundinformationen: 


Tatsache ist: 
A) Hefeextrakt 
Im Hefeextrakt sind von Natur aus viele Aminosäuren enthalten, jene 
Eiweißbausteine also, die für den Aufbau und Erhalt unserer Knochen und des 
Muskelgewebes lebenswichtig sind. 
Eine dieser wichtigen, im Hefeextrakt enthaltenen, Aminosäuren ist die "Glutaminsäure". 
B) Glutaminsäure 
Glutamin und Glutaminsäure sind die am meisten in unserer Körpermuskulatur vorkommenden 
Aminosäuren. Beide haben wichtige Funktionen im menschlichen Körper. So ist Glutamin der 
Hauptbrennstoff für alle schnell teilenden Zellen, wie etwa die Darmzellen. Mangelerscheinungen 
sind ein geschwächtes Immunsystem und verzögerte Wundheilung. Glutamat (die ionisierte Form 
der Glutaminsäure) wirkt als Neurotransmitter bei der Weiterleitung von Nervenimpulsen. 
Der menschliche Organismus produziert täglich eine Menge von ca. 50 g Glutamat selbst. Zusätzlich 
werden nur etwa 8-12 g Glutamat über die Nahrung aufgenommen, z.B. aus Käse,  Tomaten, Soja, 
Pilzen sowie Kuh-und sogar Muttermilch (Muttermilch 22 mg/100 ml vgl. zu Kuhmilch 2 mg/100 ml). 
ÄÅ Den höchsten Gehalt an Glutaminsäure weisen dabei (jeweils bezogen auf 100 g) auf: 
o Hart-und Schnittkäse (8 -5 g), gefolgt von 
o Erdnüssen (5 g), Mandeln (4,5 g), sonstige Nüsse (2,9 -2,5 g), 
o Fleisch (4,5 -3,9 g), Fisch (3,8 -2,8 g), Hühnereier (1,5 g) 
o Magerquark (2,8 g), Tofu (2,6 g), Frischmilchprodukte (0,7 g) 
o Nudeln (1,8 g), glutenhaltige Getreide (Weizen, Roggen, Gerste), Hülsenfrüchte (1,5 -0,6 g) 
Eine Portion Nudeln mit Tomaten und Parmesan aus frischen Zutaten selbst zubereitet enthält 
damit ca. 4,1 g Glutaminsäure. 
ÄÇ Hefeextrakt enthält demgegenüber 3,7 g Glutaminsäure pro 100 g -hierbei ist zu bedenken, dass der 
Wert nicht nur im Mittelfeld anderer Lebensmittel liegt, sondern dass man von diesem Würzmittel auch 
nur kleinste Mengen im Vergleich zu anderen Lebensmitteln konsumiert. 
Auf einer Scheibe Brot wären das etwa 0,3 g Glutaminsäure, gleiches gilt für das Würzen mit Vitam-R, 
bzw. eine trinkfertige Vitam Hefebrühe. 

C) Geschmacksverstärker 
Der Geschmacksverstärker Natriumglutamat ist chemisch gesehen ein Salz der 
Glutaminsäure. Er wird aus Glutaminsäure-Anionen und Natrium-Kationen 
gebildet. 
Wird Geschmacksverstärker einem Lebensmittel zugegeben, verlangt die deutsche Lebensmittel- 
Kennzeichnungsverordnung die Einzelkennzeichnung in der Zutatenliste, wie nachfolgend aus einem 
Auszug der Stellungnahme des Bundesministeriums für Verbraucherschutz, Ernährung und 
Landwirtschaft(Referat 312, vom 14.06.2005) deutlich wird: 
„(...) Stellen die Vorschriften der Lebensmittel-Kennzeichnungsverordnung (LMKV) zur 
Grundkennzeichnung von Lebensmitteln in Fertigpackungen sicher, dass sich Verbraucherinnen und 
Verbraucher anhand der Angaben auf dem Etikett über ein Produkt informieren und ihre 
Kaufentscheidung entsprechend treffen können. Nach diesen Vorschriften muss die Verwendung 
von Glutamat deklariert werden. Anzugeben ist in der Zutatenliste der Klassenname 
„Geschmacksverstärker“ und / oder zusätzlich die E-Nummer (E 620 bis 625) oder die 
Verkehrsbezeichnung.“ 


Ein wenig Lebensmittelchemie: 
Da Hefeextrakt sowohl Glutaminsäure als auch Natrium enthält ist es 
theoretisch möglich, dass diese beiden sich zu Natriumglutamat verbinden. 
Auf diesem Gedankenspiel gründet sich die Argumentation der Journalisten. Ein wissenschaftlich 
fundierter Beweiß wird jedoch nicht erbracht. Dieser Beweiß ist technisch auch gar nicht möglich, da eine 
chemische Analyse mit dem Untersuchungsziel, den Natriumglutamatgehalt eines Hefeextraktes 
festzustellen, jeweils nur nach der Glutaminsäure sucht. Die Analyse kann jedoch bislang nicht 
feststellen, ob und wie viel der Glutaminsäure tatsächlich zum Natriumglutamat reagiert. Denkbar ist zum 
Beispiel auch, dass sie nicht mit dem Natrium aus dem zugefügten Kochsalz, sondern mit dem ebenfalls 
vorhandenen Kalium reagiert. Da aber die Glutaminsäure bekannter- und gewolltermaßen in VITAM-R 
Hefeextrakt enthalten ist, wird sie bei einer Analyse natürlich auch gefunden, ohne dass deshalb ein 
gesundheitlich bedenklicher Geschmacksverstärker im Produkt enthalten wäre. 
Die Aussage "Jeder Hefeextrakt enthält Geschmacksverstärker" kann somit 
analytisch weder verifiziert noch falsifiziert werden. 
Angesehene Lebensmittelchemiker gehen jedoch aufgrund der sogenannten Dissoziationskonstanten 
davon aus, dass die im Hefeextrakt vorhandene Glutaminsäure das Natrium-Kation aus dem zur 
Extraktion zugefügten Kochsalz gar nicht erst für eine weitere chemische Reaktion herauslösen kann, da 
die Glutaminsäure eine sehr schwache Säure ist. 
Doch selbst wenn sich Glutaminsäure-Anionen und Natrium-Kationen in der 
Mischung finden und dann auch noch zu Natriumglutamat reagieren würden, stellt sich die Frage, ob 
dieses natürlich entstandene, allenfalls in Spuren vorhandene, Natriumglutamat die gleiche Wirkung wie 
das künstlich hergestellte hat. Gerade unter dem Aspekt, dass viele unserer traditionellen 
Grundnahrungsmittel wie Muttermilch, Eier, Weizen, Reis, Möhren und viele andere Gemüse hohe 
Mengen an Glutamat enthalten, scheint dieses eher unwahrscheinlich. 
Vitam-R Hefeextrakt im Gegensatz zu anderen Hefeextrakten 
Den Vitam-R Hefeextrakt produzieren wir seit dem Jahre 1925 in unveränderter Weise für Reformhäuser 
und Naturkost-Fachgeschäfte. Die im Rahmen dieser Verbraucherinformation getroffenen Aussagen 
beziehen sich ausdrücklich nur auf das Produkt aus unserem Hause. Im Gegensatz dazu gibt es jedoch 
einige andere Hersteller, die sich auf Hefeextrakte spezialisiert haben, welche durch ein in den 1970er- 
Jahren verändertes Produktionsverfahren bewußt eine geschmacksverstärkende Wirkung haben. Selbige 
beruht allerdings nicht auf der Glutaminsäure. Von letztgenannten Produkten distanzieren wir uns 
deutlich. 

Zitat aus Verbraucherinformationen




Kommentare:

  1. Im Grunde ist vollkommen klar, dass B12-Mangel überwiegend Fleischesser betrifft. Schließlich gibt es überwiegend Fleischesser.

    Trotzdem darf man zum Beispiel die Ergebnisse, die Rahmen der B12-Zahnpasta-Studie von VEBU zusammen mit dem Institut für alternative und nachhaltige Ernährung (IFANE) entstanden sind, nicht einfach vom Tisch wischen. In dieser Studie [1] waren vor Studienbeginn 37 Prozent der Veganer und acht Prozent der Vegetarier unzureichend mit Vitamin B12 versorgt. Ich weiß nicht, ob bei Fleischessern die Zahlen ähnlich sind.

    Ich persönlich bin der Meinung, dass der potenzielle B12-Mangel nichts ehrenrühriges ist oder eine vegetarisch/vegane Ernährung disqualifiziert. Aus gesundheitlicher Sicht spricht vieles gegen eine Ernährung mit Fleisch und trotzdem stören sich die wenigsten (Fleischesser) daran. Die schlucken auch Medikamente.

    Also: Immer schön auf B12 achten. Ob man nun Pillen nimmt, B12-angereicherte Zahnpasta nutzt oder einen Block Hefe zum Frühstück verspeist, ist letztlich egal.

    Aber nur, weil man aus ethischen, gesundheitlichen oder anderen Gründen Vegetarier/Veganer ist, sollte man das B12-Problem nicht klein reden.


    [1] https://vebu.de/aktuelles/news/1229-vitamin-b12-studie-jetzt-beginnt-das-zaehneputzen).

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  2. Anzumerken sei jedoch, dass dieser B12 Hype eher ein Mittel der Pharmaindustrie ist, die abspringenden Veganer bei Laune zu halten. Der B12 Gehalt diverser Pflanzen ist gar nicht untersucht und speziell von WIldkräutern weiß man, dass dort ausreichend B12 gebildet wurde, dass es ausreicht. Ebenso finde ich die Stelle merkwürdig, die davon ausgeht, dass B Vitamine nicht (lange) gespeichert werden können. Gerade B Vitamine, vor allem B12, speichert der Körper über Jahre.
    Dass Fleisch ohnehin kein B12 mehr enthält, weil die Mikroorganismen in den Därmen der Tiere nicht überleben können, wird auch immer wieder vernachlässigt, wenn man Fleisch und Co anpreist.

    Dass Hefeextrakt für "Fleischgeschmack" sorgt ist klar, wie erwähnt verleiht die Glutaminsäure den bekannten Genuss. Wieso man jetzt irgendwelche chemischen Auszüge konsumieren muss, obwohl - wie das Zitat ebenfalls anmerkt - unsere natürliche Nahrung eh schon genug Glutamate enthält, weiß ich nicht. Ich persönlich bin froh über mein neues immer weiter wachsendes Geschmacksvermögen, wodurch diese Überwürzung nicht nur überflüssig, sondern auch ungenießbar wird.
    Dass der Hersteller nicht schlecht über sein Produkt redet ist klar, wieso man aus wissenschaftlicher Sicht ausschließlich darüber redet, was NICHT wahr ist, ohne darauf einzugehen, dass Hefeextrakt ein viel zu hohes Maß dieser Salze und Säuren zur Verfügung stellt, welche sich letztendlich auch wieder im Körper anreichern, weiß ich nicht. Aber ich fürchte es läuft hier eh auf ein "ich will aber.." hinaus, daher sucht sich jeder seine Quelle, argumentiert sich die eigene Entscheidung zurecht und solange keiner außer man selbst zu Schaden kommt, ist das auch alles gut so.
    Ich persönlich meide eh unnötige Zusatzstoffe, daher ist mir egal, ob das nun Hefeextrakt oder direkt Natriumglutamat ist - mir schmeckt's trotzdem!
    Aber Danke für einen weiteren informativen Beitrag :)

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  3. @Anonymous: Das Argument mit der Pharmaindustrie ist in meinen Augen nicht stichhaltig. Es gibt nach positiven Schätzungen des VEBU bzw. der Vegetarischen Gesellschaft Deutschlands etwa 800.000 Veganer. Bei 80 Mio Bundesbürgern kann es sich die Pharmaindustrie locker leisten, die paar Veganer zu ignorieren. Jedes Herzmedikament bringt mehr Kohle ein als ein B12-Drops. Die haben es nicht nötig, uns paar Hanseln Angst einzujagen. Es ist genügen Geld mit realen Krankheiten zu verdienen.

    Im Zusammenhang mit Wildkräutern finde ich diesen Link aus dem Rohkost-Wiki interessant: http://www.rohkostwiki.de/wiki/Vitamin_B12_in_der_Rohkost-Ern%C3%A4hrung.

    Zitat: "In geringen Mengen kommt Vitamin B12 auf fäkal verunreinigter pflanzlicher Nahrung vor, beispielsweise auf ungewaschenen Kräutern oder Blättern, die in freier Natur in geringer Höhe wachsen. Erfahrungsgemäß reichen diese Mengen selbst bei häufigem Verzehr von Wildkräutern nicht aus, um die Versorgung mit Vitamin B12 zu gewährleisten, auch deswegen, weil diese Quelle im Winter kaum zur Verfügung steht."

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    1. @ Janek. Die Pharmaindustrie kann es nicht eben NICHT leisten die Veganer/Vegetarier zu ignorieren. Während den Anfängen. Daher lieber das sowieso degenerierte (fragen Sie ihren Arzt, Apotheker, Steuerberater oder Rechtsanwalt und treffen sie nie eine eigene Entscheidungen und denken Sie auf KEINEN FALL selber logisch nach) und gehirngewaschene Volk mit irgendeinem Thema verunsichern. So bleibt die Schafherde schön beisammen und kümmert sich nicht drum. Oder halt eben zu wenig. Wenn ihr mal lesen würdet, was ich für einen schwachmatischen Schwachsinn täglich lese, von wirklich offenbar aggressiven Fleischfanatikern, die den hirnrissigsten Mist glauben, dann glaubt man eh, man ist in der Muppets-Show. Aber aus eine Gefahr (die Anzahl der Veganer/Vegetarier) ist es trotzdem, weil es exponentiell geht.

      Aus einem werden zwei, aus 2 werden 4, aus 4 werden 8, aus 8 werden 16, aus 16 werden 32,.. und aus 800.000 werden 1.600.000 und usw. Daher wird früh genug mit Angst und Schrecken gegen Veganismus geworben.

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    2. Fragen wir alle am besten - um jede eigene, mündige Entscheidung gänzlich zu vermeiden - IMMER unseren Arzt, Apotheker UND (gaaaaanz wichtig!) lesen wir aufmerksam stets die Apothekenumschau, denn dann wissen wir, laut Aussage des Werbefernsehens, was gesund macht.
      Danke wieder einmal, lieber Peter, daß Du Dir immer solche Mühe machst!
      Liebe Grüße
      Iris

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    3. Zunächst, Peter, finde ich Deine Seite großartig. Egal wie viel Lob Du für Dein Blog bekommst, es ist mit Sicherheit nicht genug.

      Trotzdem ist mir das mir das Pharmaindustrie-Argument zu verschwörungstheoretisch. Ein Unternehmen wie Bayer hat mehr davon, Herzmedikamente für 1 Milliarde zukünftiger fleisch-essende Chinesen zu entwickeln als sich heute um die paar Veganer zu kümmern.

      Aber unabhängig davon sehe ich das so: Wir haben in Deutschland mit dem IFANE ein klar vegetarisch/nachhaltig ausgerichtetes Forschungsinstitut für Ernährung. Bei den Amis fallen mir Jack Norris (http://jacknorrisrd.com/) oder Brenda Davins (http://www.brendadavisrd.com/) ein, beide vegan lebende Ernährungswissenschaftler. Brenda Davis hat zum Beispiel am viel zitierten Positionspapier der American Dietetic Association zur veganen Ernährung mitgearbeitet ("Eine gut geplante vegane oder andere Art der vegetarischen Ernährung ist für jede Lebensphase geeignet, ... yada yada"). Und alle rutschen quasi auf den Knien und flehen die Veganer an, die B12-Problematik nicht zu ignorieren.

      Ich beobachte, dass viele Veganer dazu tendieren, mit geradezu missionarischem Eifer den potentiellen B12-Mangel wegzudrücken. Als wenn die B12-Sache auch nur einen Hauch an den Gründen ändert, aus denen man sich vegan ernährt. Es geht nicht um ein quasi-religiöses Veganreinheitsgebot, das verletzt wird, wenn man B12 supplementiert. Es geht darum, dass wir gesund bleiben. (Mit Verlaub: Die B12-Wurst müsste keine B12-Wurst sein, wenn B12 nichts wäre, worauf man achten sollte)

      Und deshalb, Leute: Denkt an Euer B12. Und ignoriert Knallköppe wie mich und konsultiert stattdessen Experten wie Keller und Leitzmann oder Brenda Davis.

      Hier noch ein gutes Video von Brenda Davis zum Thema: http://www.youtube.com/watch?v=DYPhmjJ5A8Q

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    4. Ich ignoriere diese Problematik ja nicht, sonst hätte ich ja nicht darauf hingewiesen, dass es hier 2 natürliche Möglichkeiten gibt. Darüber hinaus ist es halt meine persönliche Überzeugung, dass jeder Mensch der gekochtes Essen isst, davon mehr betroffen sein wird, als Menschen deren Körper nicht mit Kochkost verdorben ist. Daher tut einem jedem eine reine Smoothiephase über mehrere Wochen sicherlich gut und dann funktioniert auch der eigene Darm und Magensäure wieder. Daher der Verweis auf die Boutenko. Aber lesen müssen die Interessierten dann das Buch schon selber. Es ist hier schließlich eine Rezeptseite für Umsteiger mit ein paar Gesundheitshinweisen, aber keine Gesundheitsseite mit ein paar Rezepten. Und jeder muss für sich sowieso selber entscheiden was er macht. Dieser Post dient sozusagen nur der Horizonterweiterung.

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  4. Hallo! Ich lese deine Beiträge immer mit großem Interessen. Du sprichst davon, dass b 12 in Bierhefe irrtümlich als nicht-aktiv dargestellt wird und erwähnst Quellen, die belegen, dass der B12-Gehalt recht hoch ist. Bitte gib doch mal diese Quellen preis. Ich würde das gerne nachlesen! :-)
    Danke und weiter so!
    LG, Momo

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    1. Steht doch dort. Das ist ein Zitat, also ein Schreiben, den ich vom Lieferanten bei meiner Bestellung bekommen habe. Also ist das meine Quelle. WAS bitte sonst noch? Dort kann man anrufen und weiter nachfragen, wenn man denen unterstellen will, das die Lügen verbreiten und die ihre Kunden für dämlich halten. Also einfach bei Dr. H. Metz nachfragen.

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    2. Sorry,.. vor allem das du selber schreibst,.. ich nenne Quellen und mich dann nach den Quellen zu fragen? Ist wirklich sehr suspekt

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    3. Also sorry mal: Ich frage rein sachlich nach, weil es mich ehrlich interessiert! Im Zweifelfall besser mal nachhaken, wie was gemeint ist. Es war kein Angriff, noch eine Unterstellung an die Adresse von Panaktiv! Ich habe verstanden, dass du dich auf Zitate in einem Brief beziehst, der halt nicht abgedruckt war, was vielleicht Sinn machen würde! Hätte ja sein können, dass die drei unabhängigen Analysen benannt wurden. Das hätte mich interessiert, weil ich gerne die Pimärquellen verfolge!:-)Was ist daran nun suspekt?
      Ein offener Dialog ist in meinen Augen sehr sinnvoll - warum also nicht nachhaken?;-)
      LG, Yvonne

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    4. Nur eine Empfehlung: Zitate besser in Anführungsstriche setzen, das ist nachvollziehbarer in meinen Augen!

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    5. Zitat aus einem Brief von Dr.H Metz an mich, als ich Panaktiv bestellt hatte.

      Webseite hier: http://www.drmetz.de/de/produkte/panaktiv/index.php

      Schmeckt leider nicht nach Zuckerwasser :DD

      Ich konnte mir nun mal nicht vorstellen, dass man diese 3 Zeilen überlesen konnte

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    6. Ja, den Link habe ich gesehen. Ich dachte, da gäbe es mehr Infos wie eben zu den drei Analysen, die du erwähntest! Das allein war mein Begehr! Da ich ja nun (seit deiner letzten Antwort) weiß, dass es da nicht mehr gibt, kann ich ja nachhaken. Das ar aber vorab nicht schlüssig.
      Hoffe, jetzt verstanden worden zu sein! :-D
      LG, Momo

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    7. Hallo Peter und Frau Momo,

      ich war auch erstmal verwundert darüber, dass in Bierhefe (für den Menschen aktives) Vitamin B12 enthalten sein soll. Im Bundeslebensmittelschlüssel steht aber tatsächlich, dass Bierhefe 20 µg Vitamin B12 enthält. Ich gehe davon aus, dass hier (in der neuen Version BLS 3.01) nur aktives Vitamin B12 analysiert wurde, da z.B. bei Spirulina, das nur für den Menschen inaktive Cobalamin-Analoga liefert [1], inzwischen statt 20 µg (BLS II.3) kein Vitamin B12 (= 0 µg) angegeben ist.

      Zur Vollständigkeit (zu Seelengolds Frage): Hefeextrakt enthält kein Vitamin B12. Es muss also an der unterschiedlichen Herstellungweise liegen.


      Schönen Gruß,

      Dominik

      [1] Leitzmann, Keller: Vegetarische Ernährung. 2. Aufl. 2010, UTB (Eugen Ulmer Verlag, Stuttgart)

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  5. Hallo lieber Peter,
    kürzlich hatte ich Alnatura angeschrieben bzgl. deren Klarer Gemüsebrühe. Ich hatte gefragt, ob der Hefeextrakt, den sie für die Brühe benutzen, Vitamin B12 enthält. Heute bekam ich die Antwort:

    "Sehr geehrte Frau xxx,

    vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Interesse an Alnatura. Gern antworten wir Ihnen.

    Der in den Alnatura Produkten eingesetzte Hefeextrakt wird aus frischer Hefe durch das Verfahren der Autolyse gewonnen: Die Hefe wird zusammen mit Kochsalz und Wasser erwärmt. Dabei werden die Hefe-Eiweiße in ihre Bestandteile, die Aminosäuren, zerlegt. Der entstandene Zellsaft wird von unverdaulichen Bestandteilen abgetrennt und schonend konzentriert.

    Hefeextrakt ist reich an B-Vitaminen (u. a. Vitamin B1, B2, B6) und hochwertigem Eiweiß. Vitamin B12 ist jedoch natürlicherweise in Hefeextrakt nicht enthalten.

    Wir hoffen Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen zu können.

    Freundliche Grüße

    Manuela Fritsch

    Verbraucherservice und Qualitätsmanagement
    Alnatura Produktions- und Handels GmbH
    Darmstädter Straße 63 * D-64404 Bickenbach"

    Laut den Infos in Deinem Post enthält BIERhefe allerdings auf jeden Fall B12. Kann man davon ausgehen, daß nicht nur die teure Panaktiv Bierhefe B12 enthält, sondern auch die 08/15 Bierhefe von dm? Wie siehst Du das bzw. wie ist da Dein Kenntnisstand?
    Liebe Grüße
    Iris

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    1. ch schätze (aber ich weiß es natürlich nicht zu 100%), dass es wohl in der Tat an der Herstellung liegt. Denn auch der Unterschied zwischen Hefeextrakt von Vitasan und Alnatura ist sehr groß wie ich persönlich finde. Und die Bierhefe hat laut Verkäufer (=Hersteller soweit ich das sehe), wohl mehrere Analysen. Vielleicht dort selber mal nachfragen. Liebe Grüße Peter

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  6. Das wichtige beim B12 ist auch der Intrinsic - Faktor.

    Wer den nicht hat, kann B12 nicht über die Nahrung aufnehmen und darf es sich vom Arzt spritzen lassen.

    B12 ist sehr wichtig, macht richtig fit!

    HesseJames

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  7. Hallo,

    Ich wollte zu Weihnachten deinen Hackbraten nachkochen. Nun habe ich alle Zutaten gekauft, aber den Hefeextrakt vergessen. Hast du einen Tip wie es dennoch gelingt? Kann ich ihn irgendwie ersetzen? Ich hätte Hefeflocken da...

    Liebe Grüße
    Claudia

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    Antworten
    1. Hallo Claudia,

      der Hackbraten schmeckt auch ohne Hefeextrakt hervorragend. Das sollte also kein unüberwindbares Problem darstellen.

      Und ja,.. auch Hefeflocken kann man mit dazugeben.

      Liebe Grüße
      Peter

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  8. Vitamin B12 ist Thema für jeden Menschen. Vitamin B12-Mangel ist eine unterschätzte Volkskrankheit, siehe auch das Buch "Volkskrankheit Vitamin B12-Mangel - Über die schwerwiegenden Folgen geringer Zufuhr, gestörter Aufnahme und Verwertung von Vitamin B12 - Ein Wegweiser zur Selbsthilfe, Heilung und Vorsorge", darin ist alles gesagt. Bei geringer oder fehlender Zufuhr von Vitamin B12 ist ein Mangel früher oder später vorprogrammiert. Die B12-Mangel-Ursache "geringe Zufuhr" ist bei Vegetariern und Veganern verstärkt vorhanden, da pflanzliche Nahrung B12 nicht enthält. Andere Ursachen von B12-Mangel als "geringe Zufuhr" betreffen Vegetarier, Veganer, Nichtvegetarier, Nichtveganer gleichermaßen bzw. unabhängig vom B12-Gehalt ihrer Ernährung. Ich zitiere aus dem Buch bzgl. Hefe: "Bei Hefe kann der Vitamin B12-Gehalt nahe Null liegen oder auch 20 µg pro 100 g erreichen, je nach verwendeter Kultur und dem Kobaltangebot. Die Versorgung über Hefe ist somit unsicher. Auch bei regelmäßigem Hefekonsum kann ein Mangel entstehen".

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