Montag, 5. März 2012

Fasten-Challange Tag 5

10:00 Uhr
Tag 5 beginnt und es regnet draußen in strömen. Und obwohl ich es seit Samstagabend versucht habe, mein Gewicht zu erhöhen, habe ich es nur auf 76,5 Kg heute morgen geschafft. Trotzdem werde ich heute auf jeden Fall nur roh essen. Und sollte sich das Gewicht diese Woche halten, werde ich das auch die ganze Woche so machen. Einen maximalen Gewichtsverlust auf 75 Kg würde ich noch tolerieren, weil das 3,5 Kg in einer Woche gewesen wären (Ich hatte ja von Mai bis jetzt in etwa 1,5 Kg pro Monat verloren und es war bis jetzt ausgezeichnet), mehr Gewichtsverlust toleriere ich aber nicht. 4 Kg oder maximal 5 Kg pro Monat würde ja bedeuten, dass ich im März und April von 78,5 auf 68,5 reduzieren würde, was sensationell wäre, da ich grundsätzlich bei 73 Kg superzufrieden (obwohl ich das jetzt schon bin), bei 70 Kg fantastico und jedes Gewicht unter 70 Kg wäre das Nonplusultra hoch Nonplusultra. Aber das muss nicht mit Gewalt oder unvernünftig geschehen. Wir müssen uns eines vor Augen halten:

Von was reden wir hier überhaupt?


Wenn man sich diesen Berg vor Augen führt, der sich ja im ganzen Körper verteilt  befindet, dann sollte man wirklich überdenken, ob man das in seinem Körper haben will. Und das auch nur, weil man ja sooooo gerne leckere Sachen isst?

Etwas noch positiveres

Es gibt aber noch etwas positiveres, was ich zum ersten mal erlebe. Ich kann es schlecht beschreiben, aber es ist ein Gefühl worüber ich gerade versuche zu reden. Ich kann auch nicht wirklich sagen was jetzt das Ausschlaggebende dafür ist. Aber das Gefühl ist in etwa so, als wenn man sich aus seinem Körper-"Gefängnis" befreit hat. Das mir also nicht  "mein Körper" vorschreibt, was ich wann und vor allem in welchen Mengen zu essen habe, sondern, dass ICH sage, was wann und in welchen Mengen gegessen wird.
Das mag vielleicht schräg klingen, aber finde das kommt dem sehr nahe.

14:30 Uhr (edit)
Endlich war es dann heute mal so weit. Nach dem Krafttraining hatte ich endlich mal (zumindest nach meinem Ermessen) HUNGER. Ein wirklich selten gewordenes Gefühl. Umso besser, dass ich mich dann so richtig mit Salat, Obst+Trockenobst vollstopfen konnte, um zum Abschluß noch ein Glas Kokoswasser zu trinken. Ich schätze das war es dann auch für heute mit dem Essen, denn die verbreitete Theorie mit mehrmals kleinen Mahlzeiten halte ich auch für dämlich. Lieber einmal richtig satt essen (Rohkost macht ja auch nicht müde) und gut ist. Dann ist auch der Körper nicht dauernd mit Verdauung beschäftigt. Dies ist jedoch nur meine bescheidene Meinung! Das ich das Krafttraining mit voller Power durchziehen konnte hat mich natürlich wieder mal überrascht, da ich ja nach dem gestrigen Schwimmen (5 Km Freistil) im Grunde ja schon richtig was getan habe und danach auch kaum was gegessen habe. Nun denn,...

18:20 Uhr (edit)
Was soll ich sagen. Nachdem es so gegen 15 Uhr aufgehört hat zu regnen und sogar die Sonne rauskam, hat es mir sozusagen in den Zehen gejuckt. Dann habe ich mir schnell noch das "junge" Kokosfleisch (vom Kokoswasser) mit etwas Wasser fein püriert, anschließend noch eine Banane dazu und mitverquirlt, um mir eine kleine powermäßige Wegzehrung mit auf den Weg zu geben, da ich nämlich eben dann doch noch gejoggt bin. Ich weiß wirklich nicht wo die Energie herkommt. Vielleicht eine Mischung aus Grundlagentraining, Powerfood und Rohkost allgemein. Was aber wie überwiegt,.. keine Ahnung.

Kommentare:

  1. "Etwas noch positiveres"
    im Grunde hast du ja Recht, man sollte sich schon so weit unter Kontrolle haben, dass man wenn der Körper sich meldet, nicht gleich zum Kühlschrank läuft. Aber es findet 'normalerweise' eine vernünftige Interaktion zwischen Körpersignalen und Verstand statt. Hunger bedeutet einfach das die Energiereserven 'bald' aufgefüllt werden sollten. Ich glaube durch unsere durch die Industrie 'veredelten' Lebensmittel, wird dieser Vorgang durcheinander gebracht, weil der Körper getäuscht wird. Bestes Beispiel hierfür wären die Zuckeraustauschstoffe. Aber wem sag ich das :) auf diesem Gebiet kennst du dich ja bestens aus!
    Was mir nicht gefällt ist der Ausdruck 'Körpergefängnis'. Wie du mal sagtest: "Wozu haben wir die Sinne?" und warum wurden wir mit Verdauungsorganen ausgestattet? Klar, als reine Energiewesen bräuchten wir das alles nicht und da beschäftigt man sich auch nicht mit Ernährung. Vielleicht mit 'Lichtnahrung', (hm..finds spannend, ob diese Energie für den materiellen Körper auch wirklich ausschließlich nutzbar ist?)
    Ich finde es sowas von spannend auf diesem herrlichen Planeten einen Körper samt allen Sinnen zu haben, zu anderen Ebenen kann man wechseln wenn's beliebt, gell. Und sollte man die Nase voll haben, einen Tod gibt es für mich nicht, Energie ist wandelbar und verschwindet nicht. Ja dann, streift man diesen Körper einfach für immer ab. Aber ich genieße das Leben im Hier und Jetzt ;o)LG

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    1. Körpergefängnis = Gefängnis von einem Körper der mit "Bildhaft gesprochen" schelchten Körperzellen durchzogen ist, die sich aber regelmäßig zu Wort melden. Soll heißen. Da der Körper sowieso durch Kochkost usw. unterernährt (nicht im Sinne von Gewicht) ist, verlangt der Körper nach Dingen die er kennt. Und gerade wo wenig richtige "Nahrung" enthalten ist, will der Körper umso mehr. Wenn man aber durch eine Rohkost.-oder Heilfastenphase hindurch ist, dann kennt der Körper richtige Nahrung und meldet dann auch Appetit auf richtige Nahrung an. Aber Appetit auf Chips ist kein Appetit auf richtige Nahrung. Daher Befreiung aus dem Körpergefängnis, da man gerade durch die "Reinigung" auch die Geschmackssensibilität neu ausrichten kann. Gegen Hunger und Appetit ist ja nichts einzuwenden. Aber dann bitteschön auf richtige Nahrung und nicht auf Industriemüll. :)

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